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Empfehlungen unserer Mitarbeiter

Buchtipp von
Adrienne Pötschner

Ein wenig Leben

von Hanya Yanagihara

Die amerikanische Autorin Hanya Yanagihara erzählt in ihrem nun auf deutsch erschienenem Roman von der Freundschaft zwischen vier Männern und wie sich diese im Laufe der Jahre entwickelt. Malcolm, Jude, JB und Willem heißen die vier jungen Herren deren Geschichte(n) dem Leser nähergebracht wird. Vor allem Jude steht im Zentrum des Interesses, da seine Vergangenheit als einzige sehr sparsam beschrieben wird. Erst im Laufe des Textes wird die Komplexität seines Lebens fassbar und man will mehr und mehr erfahren, wie der junge Mann so werden konnte wie er ist.
Ein beeindruckender Roman, der besonders durch das sensible Herantasten der Autorin an die von ihr beschriebenen Charaktere überzeugt.

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Ein wenig Leben

Buchtipp von
Adrienne Pötschner

Die Vegetarierin

von Han Kang

Wir befinden uns in Korea. Inmitten einer konservativ eingestellten und moralischen Gesellschaft, entsagt eine junge Frau den klassischen Vorstellungen einer Ehe. Zum Ärger ihres Ehemannes beschließt die junge Hausfrau quasi über Nacht Vegetarierin zu werden, da sie glaubt sich in eine Pflanze zu verwandeln. Von dieser Metamorphose ausgehend beschreibt Han Kang das weitere Leben des Mädchens aus drei unterschiedlichen Perspektiven: jener des Ehemanns, des Schwagers und der Schwester des Mädchens.
Das Buch der Booker-Preisträgerin besticht besonders durch seine pittoresken Beschreibungen und das sehr starke Bild der Pflanze, das sich durch den gesamten Roman hindurchzieht. Zudem ist es die Geschichte einer starken jungen Frau, die allen Konventionen zum Trotz ihren Weg geht und sich nicht viel aus der Meinung anderer macht. Ein großartiges Stück Literatur.

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Die Vegetarierin

Buchtipp von
Adrienne Pötschner

Die Erwählten

von Steve Sem-Sandberg

In seinem neuen Roman setzt sich Steve Sem-Sandberg abermals mit dem Thema Holocaust im Dritten Reich auseinander. Diesmal steht der Spiegelgrund und seine Protagonisten sowohl Täter als auch Opfer im Zentrum der Geschichte. Nüchtern und ruhig- fast schon protokollartig- beschreibt Sem-Sandberg die furchtbaren Begebenheiten und entwirft ein realistisches Psychogramm der einzelnen Personen.
Obwohl oder gerade weil Sem-Sandberg in sehr klarem Stil schreibt geht der Text sehr unter die Haut- alles gewinnt an Plastizität und man fühlt sich in eine Zeit und an einen Ort zurückversetzt, die/den man nicht erleben möchte. Ein berührendes Werk mit starker Sogwirkung, das Vergangenes vor der Vergessenheit bewahrt.

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Die Erwählten

Buchtipp von
Adrienne Pötschner

Die Schmetterlingsfängerin

von Margarita Kinstner

Nach ihrem wunderbaren Debüt „Mittelstadtrauschen“ begibt sich Margarita Kinstner in ihrem neuem Roman auf Spurensuche in die Vergangenheit.
Katja Köhler, bis vor kurzem Volksschullehrerin und nun werdende Mutter, steht ein Umbruch bevor: nämlich der Umzug nach Sarajevo, wo ihr Freund Danjil bereits als Mediziner tätig ist.
Anlässlich dieser Veränderung lässt sich Katja kurzfristig im Lusniztal nieder, jenem Tal in dem sie von ihrer Großmutter aufgezogen wurde, und erforscht ihre Wurzeln und deren Geschichten.
Ein sehr ruhiger und schöner Text, der Gedanken beinhaltet, die berühren und zum Nachdenken anregen. Sehr, sehr lesenswert und ein großartiges Buch für trübe Herbsttage.

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Die Schmetterlingsfängerin

Buchtipp von
Katharina Ohler

H wie Habicht

von Helen Macdonald

Messerscharfe Augen schneiden durch die Landschaft. Aufs äußerste gespannt – die Muskeln zittern vor Aufregung. Da! Eine Bewegung – und zielsicher, mit voller Kraft und dennoch mit einer solchen Eleganz wie sie nur ein Greifvogel haben kann, stößt er durch die Luft hinab zum Boden und erlegt seine Beute. Die Rede ist hier von einem Geschöpf, dass seit Jahrhunderten fasziniert und ungefähr genauso lange den Menschen bei der Jagd begleitet – der Habicht.

Auch die Protagonistin in diesem autobiographischen Roman ist von der Falknerei und allgemein von der Gattung der Greifvögel seit ihrer Kindheit sehr angetan.
Und so ist es auch die Falknerei und im speziellen der neue Greifvogel – das Habichtweibchen Mabel– die Aufgabe, die sie benötigt um den Tod ihres geliebten Vaters zu verkraften.
Der Vogel der so anders ist und doch so vertraut wird, löst die festgefrorene Trauer und erlaubt neue Perspektiven zu finden in dieser fremden neuen Welt in der der Vater nicht mehr ist.

Präzise wird die Welt der Falknerei beschrieben, spannend wie ein guter Thriller die Ängste und die Spannung, die mit dem Abrichten des Vogels einhergehen und hoffnungsvoll mitfühlend mit der Hauptperson erlebt werden, die tiefe Einblicke in ihr eigenstes Seelenleben erlaubt.
Ein Roman mit Tiefgang wie er wahrlich nur selten gelingt.

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H wie Habicht

Buchtipp von
Adrienne Pötschner

Chronik einer fröhlichen Verschwörung

von Richard Schuberth

In seinem Debütroman gelingt es dem Autor Richard Schuberth sich auf humorvolle Weise mit dem Literaturbetrieb und daran beteiligten Personen auseinanderzusetzen. Auf einer Bahnfahrt trifft der ehemalige Philosophieprofessor Ernst Katz auf ein junges Mädchen genannt Biggi. Die beiden verstehen sich auf Anhieb, sind sie doch ähnlich störrische und rebellische Persönlichkeiten voller Neugierde und Witz. Es entwickelt sich eine besondere Form der Freundschaft, die nicht zuletzt durch ein gemeinsames Projekt entsteht: den neuesten Roman des jungen Autors Rene Mackensen zu verhindern.
Komische und absurde Situationen begeben sich- eine sehr unterhaltsame Lektüre für entspannte Urlaubstage oder einfach als literarischer Snack für zwischendurch!

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Chronik einer fröhlichen Verschwörung

Buchtipp von
Adrienne Pötschner

Die Wissenden

von Mircea Cartarescu

Mit der im Original genannten „Orbitor“-Trilogie ist dem rumänischen Autor Mircea Cartarescu ein fulminantes und sprachgewaltiges Meisterwerk gelungen. Cartarescu überzeugt darin durch imposante Bilder und eine Vielzahl an Handlungsebenen, die ein stimmiges Gesamtbild ergeben und beim Leser kontinuierlich Spannung und Interesse aufrechterhalten. Fantasievolle Begebnisse und Umstände legen eine kreative Potenz Cartarescus nahe, die praktisch keine Grenzen zu kennen scheint und erahnen lässt, dass dieser Autor eine große, literarische Karriere vor sich hat. Wunderbare Literatur, die den Horizont erweitert, Ausflüge in Philosophie und Naturwissenschaften bietet und noch dazu ein Stück Zeitgeschichte vermittelt- ein moderner Klassiker.

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Die Wissenden

Buchtipp von
Katharina Ohler

Eisige Schwestern

von S. K. Tremayne

Zwillinge, besonders eineiige Zwillinge sind ein Wunder der Natur. Oft wird behauptet, dass sich zwischen solch einem Geschwisterpaar eine sehr spezielle, eigene Verbindung aufbaut. Doch was passiert wenn diese Verbindung durch den Tod frühzeitig getrennt wird?

Um den Todesfall zu verkraften, der ganzen Familie einen Neustart zu ermöglichen und der verbliebenen Tochter einen Ort zu bieten der nicht gefüllt ist mit schmerzhaften Erinnerungen an die verstorbene Schwester, flieht die Familie auf eine einsame Insel bei Schottland. Eingekesselt vom eiskalten Meer, nur bei Ebbe zu Fuß erreichbar, ansonsten nur mit dem Boot.
Doch auch in dieser gewollten Isolation dringt etwas durch, etwas das der Mensch womöglich nicht aktiv wahrnehmen kann, aber es dennoch vorhanden und der Körper dieses Vorhandensein sehr wohl in der Lage ist zu erkennen und darauf zu reagieren.
Auch die sehr lebendigen Erinnerungen an das verlorene Kind verblassen nicht durch den Ortswechsel und begleiten die Eltern und vor allem das kleine Mädchen, die in jedem Spiegel nicht sich selbst sieht, sondern das Gesicht ihrer verlorenen Schwester erblickt.

S. K. Tremayne ist mit diesem Buch ein spannungsgeladener Thriller geglückt. Der Einblick in das Gefühlsleben der Figuren und die Verwirrungen einer Seele nach einem Todesfall ist hervorragend herausgearbeitet und beschrieben. Doch auch die Handlung ist mit einer gelungenen Spannungskurve, die sich bis zum Schluss aufbaut, grausam und packend zugleich.

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Eisige Schwestern

Buchtipp von
Katharina Ohler

Der Marsianer

von Andy Weir

Alleine, keine Möglichkeit zur Kommunikation und das auf einem Planeten, dem Mars, dessen Atmosphäre für einen Menschen tödlich enden kann, sollte der Raumanzug oder Teile der lebenswichtigen Ausrüstung beschädigt werden.
Genau diese Situation beschreibt Andy Weir in seinem neuen Science Fiction Roman „Der Marsianer“.
Hauptperson Mark Watney, ausgebildeter Astronaut mit Schwerpunkten in biologischer Forschung und während dieser Marsmission für Reparaturen verantwortlich, wird durch eine unglückliche Kettenreaktion von Ereignissen von seiner Mannschaft getrennt.
Schweren Herzens bricht die verbliebene Crew die Mission vorzeitig ab, und verlässt ohne Watney, der bereits für tot gehalten werden muss, den Mars im einzig vorhandenen Raumvehikel im Umkreis von mehreren hunderten von Kilometern, welches eine Rückkehr zur Erde ermöglichen könnte.
Das Problem – Mark Watney ist nicht tot! Er lebt, zwar getroffen und fort geschleudert von herumfliegenden Trümmerteilen der vom Sandsturm zerstörten Satellitenanlage, welche für die Kommunikation mit der Nasa benötigt wurde, aber dennoch – Mark Watney ist noch am Leben!!

Mark Watney zu begleiten auf seinem Weg durch die menschenfeindlichste Umgebung, die man sich nur ansatzweise vorstellen kann, ist eines der aufregendsten und witzigsten Leseabenteuer die mir in letzter Zeit begegnet sind. Seitenübergreifender Humor, nervenaufreibende Spannung, aufrichtiges Mitgefühl – all das in einem einzigen brillianten Roman den man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann!!!

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Der Marsianer

Buchtipp von
Karin Chance

Skalpelltanz

von Jenny Milewski

Jonas Lerman ist erfolgreicher Krimiautor und berühmt für seine blutrünstige Figur „Carl Cederfeldt“. Seine Fans warten sehnsüchtig auf einen neuen Teil der Krimireihe, doch Lermans Ideen sind erschöpft.
Als er nach langer Durststrecke nachts wieder seinem gewohnten Schreibwahn verfällt, berichten Tageszeitungen tags darauf von brutalen Morden, die seinem neuen Textpassagen stark ähneln.
Ist sein Protagonist wirklich nur Fiktion oder gibt es Cederfeldt wirklich?

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Skalpelltanz

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