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Empfehlungen unserer Mitarbeiter

Buchtipp von
Karin Chance

Vanitas - Schwarz wie Erde

von Ursula Poznanski

Der Auftakt einer neuen Thriller-Reihe.

Protagonistin Carolin arbeitet als Blumenhändlerin auf dem Wiener Zentralfriedhof, allerdings unter falschen Namen, denn Carolin ist eigentlich tot. Kaum jemand weiß, dass sie ihren letzten Auftrag überlebt hat.
Nun wird sie gebeten doch noch einmal in Einsatz zu treten und es verschlägt sie nach München. Die Angst aus ihrer Vergangenheit begleitet sie wie ein Schatten in ihrem neuen Fall.

Ein psychologisch dichter Thriller mit ungewöhnlicher Heldin und vielen überraschenden Wendungen!

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Vanitas - Schwarz wie Erde

Buchtipp von
Anita Deischitz

Für eine schlechte Überraschung gut

von Arto Paasilinna

Im Winter 1942 - Finnland und die Sowjetunion befinden sich im Krieg - sollen zwei russische Spione mit einer neuen Militärmaschine das Feindesland auskundschaften und die Stützpunkte der Nazis ausfindig machen. Ein vermeintlicher Luftangriff - Kunitsin schießt auf ihn, es entpuppt sich aber als bloßer Mondschein - zwingt die beiden zur Notlandung. Fortan müssen sich die Russen auf der Suche nach Sprit und Proviant zu Fuß durchs Land schlagen. Dabei erleben sie die sonderbarsten Abenteuer unter anderem einen Trauerzug ohne Leiche, ein bissiges Zugpferd und schließlich begegnen die beiden einer einsamen Soldatenfrau die ihnen wichtige, kriegs-strategische Informationen zuspielt - ohne zu wissen, wen sie als Gäste bewirtet.

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Für eine schlechte Überraschung gut

Buchtipp von
Anita Deischitz

Tod am Semmering

von Beate Maly

Österreich um die Jahrhundertwende: Anton der Apotheker liebt gutes Essen und ruhige Abende. Seine Untermieterin und Freundin Ernestine bekommt zwei Freikarten für eine Charity-Veranstaltung am Semmering inklusive Unterkunft im Nobelhotel und Tango-Tanzkurs. Obwohl Anton ruhige Abende bevorzugt, kann Ernestine ihn dazu überreden sie zu begleiten.
Alles was Rang und Namen hat, ist ebenfalls im Nobelhotel anzutreffen und genießt die Feierlichkeiten. Auch Ernestine und Anton haben ihren Spaß bis ein Schneesturm die Gesellschaft von der Außenwelt abschneidet. Augerechnet da taucht die erste Leiche auf und Ernestine beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

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Tod am Semmering

Buchtipp von
Adrienne Pötschner

Arminuta

von Donatella Di Pietrantonio

„Arminuta“ erzählt von einem jungen Mädchen, das in der frühen Jugend zu seinen wahren Wurzeln zurückkehrt. Arminuta, „die Zurückgekehrte“, wird das Mädchen im Dorf von allen genannt. Durch ihre Andersartigkeit sticht Arminuta schnell unter ihren Geschwistern und den Dorfbewohnern hervor: sie ist sehr intelligent, vermisst den Ballettunterricht und ihre beste Freundin Patricia. Die Tatsache, dass ihre vermeintlichen Eltern sie „weggegeben“ haben, macht Arminuta sehr zu schaffen und sie will immer wieder zurück zu ihrer Mutter,welche sie zwar aus der Ferne beschenkt, aber sonst kein Lebenszeichen von sich gibt.
Donatella Di Pietrantonio erzählt auf feinfühlige Art und Weise die Geschichte eines Neuanfangs und von der Schwierigkeit die eigenen Wurzeln zu akzeptieren.

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Arminuta

Michael Kratochvil
Buchtipp von
Michael Kratochvil,
Geschäftsführer bei Kuppitsch

Junger Mann

von Wolf Haas

Wolf Haas lässt in seinem neuen Roman die 70er wieder aufleben, ein
echtes Buch also für Retro-Fans und alle, die in dieser Zeit
aufgewachsen sind. Und um das Aufwachsen geht es auch, der Autor
begleitet seinen 13-jährigen Helden mitten durch die Pubertät. Der
Protagonist verliebt sich bei seinem Ferienjob an der Tankstelle in eine
umwerfende Frau, was ihn dazu bewegt, etwas gegen sein Übergewicht zu
unternehmen. Da gibt es nur zwei Probleme: Elsa ist gute zehn Jahre
älter und dann auch noch mit dem Fernfahrer Tscho verheiratet.

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Junger Mann

Buchtipp von
Adrienne Pötschner

Ein wenig Leben

von Hanya Yanagihara

Die amerikanische Autorin Hanya Yanagihara erzählt in ihrem nun auf deutsch erschienenem Roman von der Freundschaft zwischen vier Männern und wie sich diese im Laufe der Jahre entwickelt. Malcolm, Jude, JB und Willem heißen die vier jungen Herren deren Geschichte(n) dem Leser nähergebracht wird. Vor allem Jude steht im Zentrum des Interesses, da seine Vergangenheit als einzige sehr sparsam beschrieben wird. Erst im Laufe des Textes wird die Komplexität seines Lebens fassbar und man will mehr und mehr erfahren, wie der junge Mann so werden konnte wie er ist.
Ein beeindruckender Roman, der besonders durch das sensible Herantasten der Autorin an die von ihr beschriebenen Charaktere überzeugt.

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Ein wenig Leben

Buchtipp von
Adrienne Pötschner

Die Vegetarierin

von Kang, Han

Wir befinden uns in Korea. Inmitten einer konservativ eingestellten und moralischen Gesellschaft, entsagt eine junge Frau den klassischen Vorstellungen einer Ehe. Zum Ärger ihres Ehemannes beschließt die junge Hausfrau quasi über Nacht Vegetarierin zu werden, da sie glaubt sich in eine Pflanze zu verwandeln. Von dieser Metamorphose ausgehend beschreibt Han Kang das weitere Leben des Mädchens aus drei unterschiedlichen Perspektiven: jener des Ehemanns, des Schwagers und der Schwester des Mädchens.
Das Buch der Booker-Preisträgerin besticht besonders durch seine pittoresken Beschreibungen und das sehr starke Bild der Pflanze, das sich durch den gesamten Roman hindurchzieht. Zudem ist es die Geschichte einer starken jungen Frau, die allen Konventionen zum Trotz ihren Weg geht und sich nicht viel aus der Meinung anderer macht. Ein großartiges Stück Literatur.

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Die Vegetarierin

Buchtipp von
Adrienne Pötschner

Die Erwählten

von Steve Sem-Sandberg

In seinem neuen Roman setzt sich Steve Sem-Sandberg abermals mit dem Thema Holocaust im Dritten Reich auseinander. Diesmal steht der Spiegelgrund und seine Protagonisten sowohl Täter als auch Opfer im Zentrum der Geschichte. Nüchtern und ruhig- fast schon protokollartig- beschreibt Sem-Sandberg die furchtbaren Begebenheiten und entwirft ein realistisches Psychogramm der einzelnen Personen.
Obwohl oder gerade weil Sem-Sandberg in sehr klarem Stil schreibt geht der Text sehr unter die Haut- alles gewinnt an Plastizität und man fühlt sich in eine Zeit und an einen Ort zurückversetzt, die/den man nicht erleben möchte. Ein berührendes Werk mit starker Sogwirkung, das Vergangenes vor der Vergessenheit bewahrt.

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Die Erwählten

Buchtipp von
Adrienne Pötschner

Die Schmetterlingsfängerin

von Margarita Kinstner

Nach ihrem wunderbaren Debüt „Mittelstadtrauschen“ begibt sich Margarita Kinstner in ihrem neuem Roman auf Spurensuche in die Vergangenheit.
Katja Köhler, bis vor kurzem Volksschullehrerin und nun werdende Mutter, steht ein Umbruch bevor: nämlich der Umzug nach Sarajevo, wo ihr Freund Danjil bereits als Mediziner tätig ist.
Anlässlich dieser Veränderung lässt sich Katja kurzfristig im Lusniztal nieder, jenem Tal in dem sie von ihrer Großmutter aufgezogen wurde, und erforscht ihre Wurzeln und deren Geschichten.
Ein sehr ruhiger und schöner Text, der Gedanken beinhaltet, die berühren und zum Nachdenken anregen. Sehr, sehr lesenswert und ein großartiges Buch für trübe Herbsttage.

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Die Schmetterlingsfängerin

Buchtipp von
Katharina Ohler

von Margarita Kinstner

Messerscharfe Augen schneiden durch die Landschaft. Aufs äußerste gespannt – die Muskeln zittern vor Aufregung. Da! Eine Bewegung – und zielsicher, mit voller Kraft und dennoch mit einer solchen Eleganz wie sie nur ein Greifvogel haben kann, stößt er durch die Luft hinab zum Boden und erlegt seine Beute. Die Rede ist hier von einem Geschöpf, dass seit Jahrhunderten fasziniert und ungefähr genauso lange den Menschen bei der Jagd begleitet – der Habicht.

Auch die Protagonistin in diesem autobiographischen Roman ist von der Falknerei und allgemein von der Gattung der Greifvögel seit ihrer Kindheit sehr angetan.
Und so ist es auch die Falknerei und im speziellen der neue Greifvogel – das Habichtweibchen Mabel– die Aufgabe, die sie benötigt um den Tod ihres geliebten Vaters zu verkraften.
Der Vogel der so anders ist und doch so vertraut wird, löst die festgefrorene Trauer und erlaubt neue Perspektiven zu finden in dieser fremden neuen Welt in der der Vater nicht mehr ist.

Präzise wird die Welt der Falknerei beschrieben, spannend wie ein guter Thriller die Ängste und die Spannung, die mit dem Abrichten des Vogels einhergehen und hoffnungsvoll mitfühlend mit der Hauptperson erlebt werden, die tiefe Einblicke in ihr eigenstes Seelenleben erlaubt.
Ein Roman mit Tiefgang wie er wahrlich nur selten gelingt.

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