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Empfehlungen unserer Mitarbeiter

Buchtipp von
Adrienne Pötschner

Chronik einer fröhlichen Verschwörung

von Richard Schuberth

In seinem Debütroman gelingt es dem Autor Richard Schuberth sich auf humorvolle Weise mit dem Literaturbetrieb und daran beteiligten Personen auseinanderzusetzen. Auf einer Bahnfahrt trifft der ehemalige Philosophieprofessor Ernst Katz auf ein junges Mädchen genannt Biggi. Die beiden verstehen sich auf Anhieb, sind sie doch ähnlich störrische und rebellische Persönlichkeiten voller Neugierde und Witz. Es entwickelt sich eine besondere Form der Freundschaft, die nicht zuletzt durch ein gemeinsames Projekt entsteht: den neuesten Roman des jungen Autors Rene Mackensen zu verhindern.
Komische und absurde Situationen begeben sich- eine sehr unterhaltsame Lektüre für entspannte Urlaubstage oder einfach als literarischer Snack für zwischendurch!

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Chronik einer fröhlichen Verschwörung

Buchtipp von
Adrienne Pötschner

Die Wissenden

von Mircea Cartarescu

Mit der im Original genannten „Orbitor“-Trilogie ist dem rumänischen Autor Mircea Cartarescu ein fulminantes und sprachgewaltiges Meisterwerk gelungen. Cartarescu überzeugt darin durch imposante Bilder und eine Vielzahl an Handlungsebenen, die ein stimmiges Gesamtbild ergeben und beim Leser kontinuierlich Spannung und Interesse aufrechterhalten. Fantasievolle Begebnisse und Umstände legen eine kreative Potenz Cartarescus nahe, die praktisch keine Grenzen zu kennen scheint und erahnen lässt, dass dieser Autor eine große, literarische Karriere vor sich hat. Wunderbare Literatur, die den Horizont erweitert, Ausflüge in Philosophie und Naturwissenschaften bietet und noch dazu ein Stück Zeitgeschichte vermittelt- ein moderner Klassiker.

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Die Wissenden

Buchtipp von
Katharina Ohler

Eisige Schwestern

von S. K. Tremayne

Zwillinge, besonders eineiige Zwillinge sind ein Wunder der Natur. Oft wird behauptet, dass sich zwischen solch einem Geschwisterpaar eine sehr spezielle, eigene Verbindung aufbaut. Doch was passiert wenn diese Verbindung durch den Tod frühzeitig getrennt wird?

Um den Todesfall zu verkraften, der ganzen Familie einen Neustart zu ermöglichen und der verbliebenen Tochter einen Ort zu bieten der nicht gefüllt ist mit schmerzhaften Erinnerungen an die verstorbene Schwester, flieht die Familie auf eine einsame Insel bei Schottland. Eingekesselt vom eiskalten Meer, nur bei Ebbe zu Fuß erreichbar, ansonsten nur mit dem Boot.
Doch auch in dieser gewollten Isolation dringt etwas durch, etwas das der Mensch womöglich nicht aktiv wahrnehmen kann, aber es dennoch vorhanden und der Körper dieses Vorhandensein sehr wohl in der Lage ist zu erkennen und darauf zu reagieren.
Auch die sehr lebendigen Erinnerungen an das verlorene Kind verblassen nicht durch den Ortswechsel und begleiten die Eltern und vor allem das kleine Mädchen, die in jedem Spiegel nicht sich selbst sieht, sondern das Gesicht ihrer verlorenen Schwester erblickt.

S. K. Tremayne ist mit diesem Buch ein spannungsgeladener Thriller geglückt. Der Einblick in das Gefühlsleben der Figuren und die Verwirrungen einer Seele nach einem Todesfall ist hervorragend herausgearbeitet und beschrieben. Doch auch die Handlung ist mit einer gelungenen Spannungskurve, die sich bis zum Schluss aufbaut, grausam und packend zugleich.

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Eisige Schwestern

Buchtipp von
Katharina Ohler

Der Marsianer

von Andy Weir

Alleine, keine Möglichkeit zur Kommunikation und das auf einem Planeten, dem Mars, dessen Atmosphäre für einen Menschen tödlich enden kann, sollte der Raumanzug oder Teile der lebenswichtigen Ausrüstung beschädigt werden.
Genau diese Situation beschreibt Andy Weir in seinem neuen Science Fiction Roman „Der Marsianer“.
Hauptperson Mark Watney, ausgebildeter Astronaut mit Schwerpunkten in biologischer Forschung und während dieser Marsmission für Reparaturen verantwortlich, wird durch eine unglückliche Kettenreaktion von Ereignissen von seiner Mannschaft getrennt.
Schweren Herzens bricht die verbliebene Crew die Mission vorzeitig ab, und verlässt ohne Watney, der bereits für tot gehalten werden muss, den Mars im einzig vorhandenen Raumvehikel im Umkreis von mehreren hunderten von Kilometern, welches eine Rückkehr zur Erde ermöglichen könnte.
Das Problem – Mark Watney ist nicht tot! Er lebt, zwar getroffen und fort geschleudert von herumfliegenden Trümmerteilen der vom Sandsturm zerstörten Satellitenanlage, welche für die Kommunikation mit der Nasa benötigt wurde, aber dennoch – Mark Watney ist noch am Leben!!

Mark Watney zu begleiten auf seinem Weg durch die menschenfeindlichste Umgebung, die man sich nur ansatzweise vorstellen kann, ist eines der aufregendsten und witzigsten Leseabenteuer die mir in letzter Zeit begegnet sind. Seitenübergreifender Humor, nervenaufreibende Spannung, aufrichtiges Mitgefühl – all das in einem einzigen brillianten Roman den man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann!!!

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Der Marsianer

Buchtipp von
Karin Chance

von Andy Weir

Jonas Lerman ist erfolgreicher Krimiautor und berühmt für seine blutrünstige Figur „Carl Cederfeldt“. Seine Fans warten sehnsüchtig auf einen neuen Teil der Krimireihe, doch Lermans Ideen sind erschöpft.
Als er nach langer Durststrecke nachts wieder seinem gewohnten Schreibwahn verfällt, berichten Tageszeitungen tags darauf von brutalen Morden, die seinem neuen Textpassagen stark ähneln.
Ist sein Protagonist wirklich nur Fiktion oder gibt es Cederfeldt wirklich?

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Adrienne Pötschner

Arbeit und Struktur

von Wolfgang Herrndorf

Arbeitsprotokoll, Krankheitstagebuch, Sterbejournal, Stimmungsdokumentation- diese und viele andere Namen impliziert, das nunmehr in Buchform vorliegende Blog des Autors Wolfgang Herrndorf. Beeindruckend gelassen beschreibt Herrndorf sein Leben mit der Krankheit und was ihn dabei am Leben erhält- das Schreiben, Arbeit und Struktur.
Dabei lässt sich Herrndorf nicht dazu hinreißen seine Situation zu beschönigen. Zynisch und erbarmungslos geht Herrndorf mit sich und seiner Situation ins Gericht und vergisst nicht darauf beängstigende und beklemmende Momente zu schildern. Er erfasst alles präzise und humorvoll-zynisch und setzt sich als Schriftsteller somit selbst ein Denkmal.
Ein sehr mutiges und wahnsinnig lebensbejahendes Schriftstück- dem Krebs zum Trotz. Einzigartig!

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Arbeit und Struktur

Buchtipp von
Katharina Ohler

von Wolfgang Herrndorf

Was ist Traum und was Realität? Kann die Realität so schön sein, dass es vielleicht doch ein Traum ist oder ist im Traum so viel Realität vorhanden, dass es kein Traum sein kann?

Genau mit diesem Problem ist plötzlich Katharyn bzw. Kitty konfrontiert, zu unterscheiden zwischen Traum und Realität. Auf der einen Seite ein glückliches Familienleben, mit Traummann, traumhaften Kindern und einem Haus von dem man nur träumen kann.
Auf der anderen Seite ein erfülltes Singleleben, eine eigene Buchhandlung, die geführt wird mit der besten Freundin und der wunderbaren Beziehung zu den Eltern, die auch im Erwachsenenalter immer noch eine bedeutende Rolle spielt.
Vorerst scheinen beide Leben auf Ihre eigene Art und Weise für sich perfekt zu sein, doch in beiden Welten verstecken sich Schatten.
Ein wunderbarer Roman, der nicht nur durch Wortwahl und Storyline überzeugt, sondern auch das wechseln von Traum und Realität ist wunderbar umgesetzt. Eine absolute Leseempfehlung für alle die das Gefühl kennen sich bewusst in einem Traum bewegen zu können, aber auch für alle, die der Realität durch träumen für kurze Zeit entfliehen möchten.

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Buchtipp von
Barbara Hashemizadeh

von Wolfgang Herrndorf

Ein grandioses Buch über unsere heutige Gesellschaft, über Verluste, tiefe soziale Abstürze,
über den brutalen Kampfplatz der Erfolgreichen, der Leistungseliten, über Rassismus,
voreilige Verurteilungen von Außenseitern, eingewoben in die Geschichte dreier Menschen.
Jeder von ihnen „strudelt“ sich ab um nach oben zu kommen, gewinnt, verliert, fühlt sich am
Ende befreit von dem Druck erfolgreich sein zu müssen, von ewigen Konkurrenzkriegen.
Nebenbei ein herrlich desavouierendes Schlaglicht auf den Literaturbetrieb sowie auf die Islamphobie der Amerikaner; eine tragische Liebesgeschichte vollendet diesen wunderbaren
Roman!

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Buchtipp von
Katharina Ohler

Fliegenpapier

von Hans Hillmann

Der Band ist eine Homage für den Plakatkünstler Hans Hillmann. In großformatigen Bildern, expressionistisch gezeichnet und aquarelliert in schwarz weiß und alle vorstellbaren Grautönen, präsentiert sich die Geschichte in einer schnellen Abfolge von Bildern, die im Kopf zu einem flüssigen Film Noir werden. Doch auch jedes einzelne Bild könnte alleine für sich stehen und überzeugt mit Details auf einer jeden einzelnen Seite.
Erzählt wird die Kurzgeschichte "Fliegenpapier" ursprünglich geschrieben von Dashiell Hammet. Die Geschichte handelt von einer missratenen Tochter aus reichem Hause und ihrem Geliebten, dem Gangster Babe und spielt im düsteren New York der 20'er Jahre. Als die Tochter verschwindet, engagiert der Vater eine Detektiv-Agentur um sie aufzuspüren und wieder nachhause zu bringen. Doch die Spur der Tochter verliert sich in einem undurchsitigen Mord und einem Fliegenpapier...

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Fliegenpapier

Buchtipp von
Karin Chance

Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel

von Bradley Somer

Die ganze Geschichte passiert innerhalb von 30 Minuten und handelt von den Bewohnern eines Hochhauses.
Warum fällt Goldfisch Ian aus dem obersten Stockwerk? Welches Geheimnis verbirgt der Bauarbeiter aus dem 25. Stock? Wer hilft der schwangeren Frau im 8. Stock? Und warum funktioniert der Lift nicht?

Der Autor gibt philosophische und amüsierte Einblicke in das alltägliche Chaos der Hausbewohner. Sie sind vollkommen unterschiedlich und doch irgendwie miteinander verbunden.

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Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel

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