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Empfehlungen unserer Mitarbeiter

Buchtipp von

Wir können doch nicht alle nehmen!

von Livia Klingl

Gerade eben ist die Debatte über Flüchtlinge und Einwanderer aktueller denn je. Immer mehr Flüchtlinge riskieren Hab und Gut und nicht zuletzt oft ihr Leben um nach Europa zu gelangen. Politiker malen den Teufel an die Wand, gleichzeitig überaltert unsere Gesellschaft.
Doch was ist dran am "Einwanderungstsunami"? Werden wir wirklich überschwemmt? oder wird nur Angst geschürt? Wer sind diese Zuwanderer und was wollen sie? Müssen wir wirklich Angst haben, dass uns die Jobs von Menschen weggenommen werden die hier nicht einmal arbeiten dürfen? Verträgt unsere Gesellschaft nur ein geringes Maß an Fremden, oder wollen wir uns nur nicht mit ihnen auseinandersetzen?
All diese Fragen und noch mehr werden im Buch "Wir können doch nicht alle nehmen!" von Livia Klingl beantwortet. Allen, die sich des Themas annehmen wollen, sei dieses Werk ans Herz gelegt.

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Wir können doch nicht alle nehmen!

Buchtipp von
Regina Zottl

Lebensstufen

von Julian Barnes

In seinem neuesten Buch, genannt „Lebensstufen“, schafft es Julian Barnes emotionale Höhen und Tiefen auf berührende Art und Weise darzustellen. Dabei bleibt Barnes stets ehrlich und absolut authentisch, drückt sowohl Leid als auch Trauer aus und umgeht kitschige Künstlichkeit.

Ein Buch, dass das Leben und damit verbundene Ereignisse klar zum Ausdruck bringt, sich weder in Melancholie noch in beschönigenden Details verliert und dadurch eine auf jeder Ebene bereichernde Lektüre ist- sehr empfehlenswert!

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Lebensstufen

Buchtipp von
Barbara Hashemizadeh

Die Glücklichen

von Kristine Bilkau

Isabell, eine Cellistin, verheiratet mit Kleinkind, ist seit ihrer Rückkehr in das Berufsleben
mit psychischen Problemen konfrontiert. Das Musikspielen belastet sie, sie kann nichts mehr
ohne Unruhe und zitternden Händen spielen. Auch ihr Mann Georg kämpft mit beruflichen
Problemen, sein Job als Journalist ist gefährdet. Die beiden wohnen in einer schönen Altbauwohnung, ihr Kind ist gesund, doch die beruflichen Schwierigkeiten strapazieren die Ehe
und Isabell vereinsamt in ihren Ängsten um ihr Spiel.
Schließlich werden beide ihren Job los, man überlegt aufs Land zu ziehen, die beiden verlieren sich
zunehmend. Als Georgs Mutter stirbt und Isabell tatkräftig ihrem Mann beim Nachlaß hilft,
schweißt das die beiden wieder zusammen und sie besinnen sich, daß allein ihre glückliche kleine Familie zählt.
Fein zeichnet die Autorin das fragile, leicht einstürzende gesellschaftliche Umfeld, die Schnelligkeit mit dem alles zerstört werden kann und das sich Fremdwerden der Partner, ausgelöst
durch finanziellen, gesellschaftlichen Druck.
Ein gelungener, feinsinniger Roman und ganz am Puls der Zeit.

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Die Glücklichen

Buchtipp von
Barbara Hashemizadeh

Selbstporträt mit Flusspferd

von Arno Geiger

In seinem neuen Roman „Selbstporträt mit Flusspferd“ gelingt es Arno Geiger von den Schwierigkeiten der ersten Liebe und den damit verbundenen Sorgen zu schreiben.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Julian, Anfang 20, seinen ersten Liebeskummer verarbeitend und sich im Selbstmitleid suhlend. Um seinen Emotionen ein Schnippchen zu schlagen, stürzt sich Julian in einen neuen Arbeitsalltag, der die Pflege eines Zwergflusspferds umfasst und bei dem er auch eine neue Liebe trifft.
Geiger fängt in seinem neuesten Werk die Stimmung eines Menschen in Warteposition ein- ist Julian doch weder ein Jugendlicher noch vollständig ausgereift.
Ein Roman, der durch die Darstellung eines emotionalen Zustandes im Übergang überzeugt und dadurch fesselt.

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Selbstporträt mit Flusspferd

Buchtipp von
Adrienne Pötschner

wortgesindel

von Friedrich Achleitner

Das neueste Werk des österreichischen Architekten und Schriftsteller Friedrich Achleitner umfasst literarische Miniaturen, die durch Intelligenz, Pointiertheit und Witz überzeugen. Zudem besticht das Büchlein durch seine hochwertige Verarbeitung und die äußerst fanatsievolle Covergestaltung.
Ein feines Stück Literatur, dass sowohl inhaltlich als auch optisch sehr gelungen ist und sich wunderbar als Geschenk an sich selbst und an andere eignet.

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wortgesindel

Buchtipp von
Barbara Hashemizadeh

Das Lächeln meiner Mutter

von Delphine de Vigan

Delphine de Vigan erzählt in diesem wunderschönen Buch die Geschichte ihrer Mutter Lucile. Lucile, immer schöner und talentierter als andere und von großer Ausstrahlung, wählte den Freitod und ihre Tochter versucht den Ursprung von ihrem Leid zu erfassen. Sie spricht mit ihrer Tante Manon und mit anderen Verwandten und Bekannten.
Die Autorin reflektiert in ausdrucksstarken Bildern über die Labilität ihrer Mutter, in ihnen zeigt sich ihre eigene unruhige und beängstigende Kindheit. Eine ungewöhnlich lebendige, ereignisreiche Geschichte einer französischen Großfamilie im Paris der 50er und 60er Jahre wird so nachgezeichnet.
Nur sehr schwer trennt man sich am Ende von dieser ergreifenden Lektüre.

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Das Lächeln meiner Mutter

Buchtipp von
Adrienne Pötschner

Wir haben Raketen geangelt

von Karen Köhler

In ihrem ersten Erzählband versammelt Karen Köhler Geschichten von verschiedenen Menschen und beschreibt deren Schicksale. Den Hang zur verträumten Melancholie mit der Köhler Situationen beschreibt und die Absurdität mit welcher die Charaktere aufeinandertreffen, vereinen all diese Geschichten.
Besonders bemerkenswert an Köhlers Geschichten ist die Atmosphäre, die sich beim Lesen ihrer fantasievollen Texte im Kopf entspinnt. Langeweile kommt dabei nie auf.
Ein herausragendes Debüt, das Lust auf mehr macht.

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Wir haben Raketen geangelt

Buchtipp von
Karin Chance

Aquarius

von Thomas Finn

This is the dawning of the age of Aquarius
The age of Aquarius
Aquarius, Aquarius...

Wer kennt dieses Lied aus dem Musical Hair nicht? Seltsamerweise wird es in Verbindung mit mysteriösen Unfällen gebracht, jedoch nur einer erkennt die Zusammenhänge:
Jens Ahrens, überlebender Berufstaucher nach der Explosion einer Seemine, wird kurz nach dem Unglück entführt und findet sich nach seiner Flucht im scheinbar verschlafenen Touristendörfchen Egirsholm in Nordfriesland wieder.

Mit der Polizistin Meike Ehlers kommt er einer Verschwörung auf die Spur, bei der es um Vertuschungen, sagenhafte Mythen und Größenwahn geht.

Ein spannender Thriller mit Science-Fiction-Elementen. Für alle Fans von Dan Browns Robert Langdon-Reihe und Frank Schätzings „Der Schwarm“.

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Aquarius

Buchtipp von
Eva Schuster

Das Haus der vergessenen Bücher

von Christopher Morley

Zitat: “Ich danke Gott, dass ich ein Buchhändler bin, der mit den Träumen und Schönheiten und Kuriositäten der Menschheit handelt, und nicht jemand, der nur Waren verhökert.”

New York, 1919. Roger Mifflin hat eine große Leidenschaft: Lesen. In Brooklyn hat er ein Antiquariat bei dem ihm seine Frau sowie sein Hund Bock tatkräftig unterstützen. Bücher sind Mifflins Leben. Von Werbung will der Besitzer nichts wissen, als der junge Werbemann Aubrey Gilbert ihm seine Arbeit anpreist. Dennoch freunden sich die beiden an und Gilbert kommt fast täglich in Mifflins Geschäft. Mifflins neue Hilfskraft, Titania Chapman, ist daran allerdings nicht ganz unschuldig.
Aubrey ist sofort begeistert von Titania und fürchtet sie in Gefahr, als ein Buch des Autor Cromwell immer wieder auf mysteröse Weise verschwindet und an den seltsamsten Orten wieder auftaucht. Er selbst wird bei seinen Nachforschungen sogar angegriffen. Was haben ein Koch und ein Apotheker damit zu tun und steckt der alte Mr. Mifflin womöglich sogar mit ihnen unter einer Decke?

Ein Krimi, eine Hommage an das geschriebene Wort und eine Liebesgeschichte. Doch nichts davon ganz und gar. Das Buch erschien schon 1919 und wurde nun erstmals ins Deutsche übersetzt. Meiner Meinung nach hätte das schon viel früher passieren sollen.

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Das Haus der vergessenen Bücher

Buchtipp von
Karin Chance

von Christopher Morley

Don Tillman ist Professor für Genetik an der Universität in Melbourne. Er ist etwas eigen – wenn man das so nennen darf. Sein Tag ist penibel genau geplant, sein Speiseplan gut durchdacht und seine Interaktion mit Mitmenschen gewöhnungsbedürftig. Böse Zungen behaupten, er leide am Asperger-Syndrom.
Don versucht für sich eine passende Partnerin zu finden, mit Hilfe eines von ihm zusammengestellten Fragebogens. Seinen Ansprüchen genügt keine – und dann triftt er auf Rosie, die das genaue Gegenteil von ihm ist.

Ein liebenswerter, witziger Roman. Sollten Sie sich schon immer einmal gefragt haben, wie Sheldon Cooper aus der Sitcom „Big Bang Theory“ aktiv nach einer Braut sucht, sind Sie bei diesem Buch an der richtigen Stelle.

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