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Ein Sohn ist uns gegeben

Ein Sohn ist uns gegeben

von Donna Leon


Inhalt - Gonzalo Rodríguez de Tejeda - ursprünglich aus Spanien stammend - hat im Kunsthandel ein Vermögen gemacht. Nun verbringt er seinen Lebensabend in Venedig. ... mehr zum Inhalt

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E-Book
Commissario Brunettis achtundzwanzigster Fall
320 Seiten

2019 Diogenes
Übersetzt von: Werner Schmitz
ISBN 978-3-257-60951-6

Maximaler Downloadzeitraum: 24 Monate

Kurztext / Annotation

Gonzalo Rodríguez de Tejeda - ursprünglich aus Spanien stammend - hat im Kunsthandel ein Vermögen gemacht. Nun verbringt er seinen Lebensabend in Venedig. Was kommt dann? Soll die rigide Familie, die mit seinem freizügigen Lebenswandel noch nie einverstanden war, seine Schätze erben? Oder wer ist der Auserwählte? Brunettis Schwiegervater fürchtet, seinem Freund Gonzalo könne Übles zustoßen. Der Commissario soll helfen - und verläuft sich beinahe in den Abgründen des menschlichen Herzens.

Donna Leon, geboren 1942 in New Jersey, arbeitete als Reiseleiterin in Rom und als Werbetexterin in London sowie als Lehrerin an amerikanischen Schulen in der Schweiz, im Iran, in China und Saudi-Arabien. Die Brunetti


Textauszug

1

" D u weißt, ich mische mich ungern in anderer Leute Angelegenheiten", begann Conte Falier, der seinem Schwiegersohn in einem jener altehrwürdigen Sessel gegenübersaß, die im Palazzo Falier überall herumstanden. "Aber in diesem Fall - wo er mir doch so nahesteht - komme ich einfach nicht umhin."

Brunetti ließ dem Älteren Zeit, da er spürte, wie schwer es dem Conte fiel vorzubringen, was er auf dem Herzen hatte.

Der Conte hatte am Morgen in der Questura angerufen und gefragt, ob Brunetti nach Feierabend auf einen Drink bei ihm vorbeikommen könne, er müsse etwas mit ihm besprechen. Am liebsten wäre Brunetti bei diesem warmen Vorfrühlingswetter zu Fuß von der Questura zum Palazzo der Faliers spaziert. Doch bei dem wolkenlosen Himmel verbot sich allein schon die Riva degli Schiavoni, und die Piazza San Marco überqueren zu wollen wäre blanker Wahnsinn. Die vom Lido kommenden Vaporetti hingegen waren um diese Zeit zwar voll, platzten aber nicht mehr aus allen Nähten, und so hatte er resigniert seine Abneigung gegen öffentliche Verkehrsmittel überwunden, die Nummer eins nach Ca' Rezzonico genommen und stand schon früh am Abend vor der Tür.

"Ich halte nichts von Klatsch", beteuerte der Conte. Brunetti horchte auf. "Grundsätzlich nicht."

"Dann lebst du in der falschen Stadt", meinte Brunetti und lachte, um seiner Antwort die Spitze zu nehmen. "Und solltest die Venezianer meiden."

Auf dem Gesicht des Conte machte sich ein entspanntes Lächeln breit. "Ersteres stimmt nicht, wie du weißt", sagte er und setzte, noch breiter lächelnd, hinzu: "An Letzterem könnte etwas dran sein - aber was will man machen? Es ist zu spät. Ich verkehre, seit ich denken kann, mit Venezianern."

Immer noch verwundert, dass sein Schwiegervater Klatsch über seinen besten Freund auch nur diskutieren wollte, fragte Brunetti: "Stammen diese Gerüchte über Gonzalo von einem Venezianer?"

"Ja, von einem Rechtsanwalt", räumte der Conte ein, hob aber sogleich die Hand, damit Brunetti gar nicht erst nach dem Namen fragte. "Von wem ich es gehört habe, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur die Geschichte selbst."

Brunetti nickte. Wie die meisten Venezianer war er es gewohnt, in einem Strudel aus wahren und falschen Erzählungen dahinzutreiben; doch anders als die meisten Venezianer hatte er keine Freude daran: Langjährige Erfahrung hatte ihn gelehrt, wie unbrauchbar das meiste war. Selbst von schlüpfrigen Geschichten, die ihn zum Erröten brachten, blieb Brunetti als Commissario nicht verschont; und als Leser waren ihm Dinge wie Suetons Schilderungen der Vergnügungen eines Tiberius wohlvertraut. Sein Verstand aber warnte ihn, dass Venezianer selbst die Taten und Untaten von Menschen ausschmückten, die sie gar nicht kannten, und unbekümmert um mögliche Folgen auch die unglaubwürdigsten Gerüchte weitererzählten.

Natürlich interessierte ihn, was die Leute so anstellten, nur glaubte er dergleichen erst, wenn er hinreichend Beweise dafür hatte. Darum würde Brunetti auch alles, was man seinem Schwiegervater erzählt haben mochte, mit Vorsicht genießen, es zunächst einmal als unbewiesen ansehen, nicht als unumstößliche Tatsache.

Während er darauf wartete, dass der Conte zur Sache kam, schweiften Brunettis Gedanken ab zu der Entscheidung, um die seine Familie sich seit Jahren drückte: Was sollte mit der Villa bei Vittorio Veneto geschehen, die der Conte und die Contessa nicht mehr bewohnten und die auch Brunetti und seine Familie nur noch äußerst selten nutzten? Während sie schwankten und zauderten, war unter den Fenstern an der Nordseite Wasser ins Gemäuer eingedrungen, und nun verlangte der Verwalter auch noch eine erhebliche Lohnerhöhung.

Als könne er Brunettis Gedanken lesen, bemerkte der Conte: "Es geht nicht um die Villa, auch wenn Gonzalo mich an sie erinnert."

Irritiert von dem Vergleich, meinte Brunetti trocken: "Ic


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