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Aller Anfang

Aller Anfang

von J. Courtney Sullivan


Inhalt - Celia, Bree, Sally und April beginnen gemeinsam ihr erstes Jahr am College - doch sonst könnten die jungen Frauen kaum unterschiedlicher sein. Celia, ... mehr zum Inhalt

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E-Book
Roman
432 Seiten

2019 Deuticke im Paul Zsolnay Verlag
Übersetzt von: Henriette Heise
ISBN 978-3-552-06398-3

Kurztext / Annotation

Celia, Bree, Sally und April beginnen gemeinsam ihr erstes Jahr am College - doch sonst könnten die jungen Frauen kaum unterschiedlicher sein. Celia, streng katholisch erzogen, hat eine Flasche Wodka im Koffer; Bree, eine echte Schönheit, denkt nur an ihren Verlobten; Sally, zwanghaft ordentlich, leidet unter dem Tod ihrer Mutter, und die rothaarige April, eine radikale Feministin, möchte bloß eines: sofort in ein anderes Zimmer umziehen. Spannend, lustig und ganz schön böse ist dieser Roman, in dem wir die vier ungleichen Freundinnen auch durch die Jahre nach ihrem Abschluss an der Universität begleiten, in denen sie Spaß haben, streiten, sich wild verlieben und versuchen, ihre Träume zu verwirklichen.

J. Courtney Sullivan, Autorin und Journalistin, lebt in New York und schreibt u.a. für New York Times, Chicago Tribune, Elle und Men's Vogue. Ihr Roman Maine, der 2013 unter dem Titel Sommer in Maine bei Deuticke erschien, war in den TOP 10 der besten Bücher 2011 des Time Magazines. Außerdem bei Deuticke erschienen: die Romane Die Verlobungen (2014), All die Jahre (2018) und Aller Anfang (2019).


Textauszug



Bree

Das Brautjungfernkleid hing über dem Küchenstuhl: blassrosa Baumwolle mit Neckholder und einem Rock, der schlaff zu Boden fiel wie bei einem alten Nachthemd ihrer Mutter. Bree strich mit der Hand über den leichten Stoff, während sie darauf wartete, dass das Wasser kochte. Eigentlich war es unpassend für eine Hochzeit, selbst eine, die im Mai im Freien stattfand.

"Ich setze auf bauschigen pfirsichfarbenen Taft und Schulterschleifchen", hatte Bree gewitzelt, als Celia anrief, um ihr von Sallys Verlobung zu erzählen und davon, dass Sally sich sie beide und April als Brautjungfern wünsche, und Bree hatte bei ihrem Leben schwören müssen, ultraüberrascht zu klingen, wenn Sally deswegen anrief, weil Sally von Celia absolute Verschwiegenheit gefordert hatte.

"Ich habe mir was überlegt", sagte Bree. "Ich heirate nach allen meinen Bekannten, und dann zwinge ich meine Brautjungfern dazu, genau das Kleid zu tragen, in das sie mich zu ihrer Hochzeit gezwungen haben. Wenn sie also fair waren, werden sie gut aussehen. Wenn sie mich in bauschige Pfirsichfarben gehüllt haben, tja, dann werden auch sie bauschige Pfirsiche sein."

Bree wollte fröhlich und glücklich klingen, aber sie fragte sich, warum Sally sie noch nicht angerufen hatte.

Der Anruf kam erst zwei Tage später. Bree fand das seltsam und traurig, aber sie wusste, dass sich seit dem College vieles zwischen ihnen verändert hatte. Und vielleicht war es albern zu glauben, dass sie für Sally noch immer Priorität hatte wie damals auf der Uni, wo es kaum Ablenkungen gegeben hatte. Damals hatten sie jede Menge Zeit gehabt, ihre Gewohnheiten, ihre Lieblingsmusik, den schlimmsten Herzschmerz und die besten Zeiten der anderen zu verinnerlichen. Es fühlte sich ein bisschen an wie Verliebtsein, aber ohne die Schwere der Notwendigkeit, sich an nur ein Herz zu binden, und ohne die Angst, es jemals zu verlieren. Wie viele Abende sie gemeinsam auf der Veranda vom King House gesessen hatten, die ganze Welt zu ihren Füßen. Vielleicht war es einfach nicht möglich, diese Art von Nähe im wahren Leben wiederherzustellen.

Vielleicht hatte Sally sich auch nicht getraut, Bree von der Hochzeit zu erzählen, weil sie wusste, dass es wehtun würde. Was auch immer der Grund gewesen war: Als Sally anrief, um es ihr zu sagen, ratterte sie die Neuigkeiten runter wie eine Beichte oder eine Entschuldigung, nicht wie eine Ankündigung.

Alle wussten, dass Bree einst geglaubt hatte, als Erste zu heiraten. Aber jetzt sah es nicht so aus, als würde sie jemals heiraten, zumindest nicht so wie ursprünglich geplant: kein weißes Brautkleid, kein Gang über ein Blumenmädchenrosenblütenmeer. Ihr Vater würde sie nicht in einer großen Kapelle in Savannah zum Altar führen, ihre Mutter nicht in einem hellen Kostüm dabeistehen, wie sie es sich immer vorgestellt hatte. Bree war klar, dass diese unvorhergesehene Entwicklung sie nicht überraschen sollte - wem war das wahre Leben schon vorstellbar?

Sie nahm den Kessel vom Herd und goss das Wasser gleichmäßig in zwei identische rote Tassen.

In letzter Zeit hatte sie immer, wenn sie unsicher oder deprimiert gewesen war, ihr Leben mit dem von Sally verglichen: Hier liege ich auf dem Sofa und mache mir Sorgen wegen meiner Beziehung. Sally schaut sich wahrscheinlich gerade Brautkleider an. Hier sitze ich und mache schon wieder eine sonntagmorgendliche Pro-kontra-Liste. Sally serviert Jake vermutlich Frühstück im Bett mit überwältigendem Sex zum Nachtisch. Egal, worum es bei dem imaginären Vergleich ging: Sally lag immer vorne.

Bree ließ einen Pfefferminzteebeutel in die eine Tasse fallen, gab Honig dazu und bereitete für sich selbst den üblichen Lipton mit Milch und Zucker in der anderen zu. Ihr gemeinsames Schlafzimmer ging von der Küche ab, und an der Art des Schnarchens - sanftes, morgendliches Gurgeln anstatt der nächtlichen Explosionen, wegen derer Bree mit Ohrs


Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

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