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Die Erwählten

Die Erwählten

von Steve Sem-Sandberg


Inhalt - Adrian Ziegler, der aus einem sozial und erbbiologisch "minderwertigen" Elternhaus stammt, wird im Alter von elf Jahren nach Steinhof gebracht. Dort gehen ... mehr zum Inhalt

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Hardcover
Roman
525 Seiten
219 mm x 147 mm

2015 Klett-Cotta
Übersetzt von: Gisela Kosubek
ISBN 978-3-608-93987-3

Besprechung

'"Mit großer Klugheit hat Sem-Sandberg historische Genauigkeit und Fiktion verknüpft. Er hat den Ton gefunden für die Verlassenheit der Opfer, für die Gewalt, die ihnen in den medizinischen Experimenten angetan wurde..."Stephan Speicher, Die Zeit, 4.2.2016"Sem-Sandberg versteht es, eine vermeintliche Unmittelbarkeit zu erzeugen. Die raffinierte Kosntruktion seines Romans präsentiert die Geschichte als einfachen Bericht. Mit Schicksalen, die uns ergreifen, mit Situationen, die uns die Schamröte ins Gesicht treiben. Mit einer emotionalen Dichte, die uns manchmal vor Wut beben lässt und öfter noch die Tränen in die Augen treibt."Martin Lüdke, Deutschlandfunk Büchermarkt, 17.1.2016"Ein glänzend geschriebenes Werk, das mit seiner Intensität und seinem Ernst unter die Haut geht und einen lange beschäftigt. Sammlungen von Dokumenten lesen Historiker und Juristen; dieses Buch aber ist ein großes Werk der Menschendarstellung, ein dunkler Spiegelgrund des Lebens."Wolfgang Schneider, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2015""Die Erwählten" ist ein erschütterndes Buch, dass in heutigen Debatten der Bioethik ... unbedingt Beachtung finden sollte."Agathe Gansterer, Der Sonntag, 26.6.2016"Große literarische Klasse."Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel, 5.12.2015""Die Erwählten" ist ein unglaublich starkes Stück Literatur. Kein leichter Stoff, aber klug, mit sehr viel Mitgefühl und großem Erkenntnisgewinn erzählt. Ein beeindruckendes Manifest gegen das Vergessen."Silke Arning, SWR1 Sonntagmorgen, 29.11.2015"Steve Sem-Sanberg hat sich nach seinem Bestseller "Die Elenden von Lódz" mit diesem Buch definitiv als eine der wichtigsten Stimmen der europäischen Literatur etabliert."Bruder Zenoni, salve, Februar/März 2016"Sem-Sandberg führt unangestrengt vor, was Literatur vermag: mit einfühlsamer Lakonie dem Tod das Leben entreißen."Gerhard Spörl, Literatur Spiegel, November 2015"Zeile um Zeile, Seite um Seite legt sich das Geschilderte wie ein Eisenring um das Herz des Lesers... Die Doku-Fiktion "Die Erwählten" erzählt die Geschichte der Kinder vom Spiegelgrund wie auch die der Täter, die hier ihre realen Namen tragen. Der Text ist eindringlich, nie pathetisch - und doch schwer erträglich, wiewohl in seinen fiktionalen Teilen poetisch und einfühlsam."Cathrin Kahlweit, Süddeutsche Zeitung Literatur, Oktober 2015"Steve Sem-Sandbergs beeindruckender Roman stemmt sich mit aller Macht und allen literarischen Mitteln gegen dieses individuelle, aber auch das kollektive Vergessen. Auf dass das Schicksal der Kinder vom Spiegelgrund auf ewig erinnert werden möge."Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel, 14.10.2015"Steve Sem-Sandbergs beeindruckender Roman ist ein Bericht aus dem innersten Kreis der Hölle, ein beklemmender Report über die ebenso grausame wie kalte Mechanik einer "totalen Institution"... Der schwedische Romancier schildert das unerhörte Geschehen auf dem "Spiegelgrund" in multiperspektivistischer Plastizität, die einem während der Lektüre immer wieder das Blut in den Adern gefrieren lässt. Ein dichter und verstörender Roman über die Abgründigkeit des Menschen."Günter Kaindlstorfer, Deutschlandfunk Büchermarkt, Oktober 2015"Steve Sem-Sandbergs beeindruckender Roman ist einer wider so ein Vergessen, aber auch wider ein kollektives Vergessen; auf dass das Schicksal der Kinder vom Spiegelgrund auf ewig erinnert werden."Gerrit Bartels, RBB Kulturradio, 6.10.2015"Ein wichtiges und aufwühlendes Buch, das eine wenig beachtete Opfergruppe des NS-Staates ins Licht rückt."Aldo Keel, NZZ, 19.9.2015"Sem-Sandbergs Roman vermittelt eindrücklich, dass die Verbrechen an den Elenden von Wien von Menschen begangen wurden, die keine Teufel waren, sondern biedere Nachbarn und Arbeitskollegen. "Die Erwählten" vermittelt ein Wissen um die Schrecken der Vergangenheit, die kein Archiv preisgibt, une eine Form der Wahrheit, die tiefer reicht a


Kurztext / Annotation

"'Die Erwählten' ist ein literarisches Meisterwerk - ebenso mitreißend und einfühlsam
erzählt wie 'Die Elenden von Lódz'." Håkan Nesser

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Langtext

Adrian Ziegler, der aus einem sozial und erbbiologisch "minderwertigen" Elternhaus stammt, wird im Alter von elf Jahren nach Steinhof gebracht. Dort gehen für die Kinder Phantasie und Wirklichkeit ineinander über. Der Anblick des Berges vor dem Fenster weckt bei ihnen die Hoffnung auf einen Schutzengel, der zur Rettung naht.

Adrian Ziegler, der aus einem sozial und erbbiologisch "minderwertigen" Elternhaus stammt, wird im Alter von elf Jahren nach Steinhof gebracht. Dort gehen für die Kinder Phantasie und Wirklichkeit ineinander über. Der Anblick des Berges vor dem Fenster weckt bei ihnen die Hoffnung auf einen Schutzengel, der zur Rettung naht.

Adrians Aufsässigkeit, einschließlich einer kurzzeitigen Flucht, lassen ihn sämtliche Stationen dieser Hölle des Nazi-Systems durchlaufen. Er kommt als Anschauungsobjekt in den Vorlesungssaal und schließlich auf die Krankenstation. Dort arbeitet Anna Katschenka, die den Umgang mit Kindern liebt. Doch Loyalität und Treue lassen sie fraglich erscheinende ärztliche Anweisungen strikt befolgen. Sie macht sich dadurch mitschuldig am Leiden und Tod zahlreicher Kinder. Steve Sem-Sandberg gelingt eine eindrucksvolle Schilderung des Lebens über mehr als sechs Jahrzehnte, wie es sich auch am finstersten Ort gestaltet.


Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Steve Sem-Sandberg, geboren 1958, ist einer der renommiertesten schwedischen Autoren. Für den Roman »Die Elenden von Lódz« hat er den schwedischen August-Preis verliehen bekommen. Er lebt in Stockholm und Wien.

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