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Meistens kommt es anders, wenn man denkt

Meistens kommt es anders, wenn man denkt

von Petra Hülsmann


Inhalt - So'n Herz hält ganz schön viel aus. Das ist zäh. Nele hat von der Liebe die Nase gestrichen voll. Ihr neuer Job bei einer angesagten Hamburger PR-Agentur ... mehr zum Inhalt

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E-Book
Roman
511 Seiten
ab 16 Jahre

2019 Bastei Lübbe AG
ISBN 978-3-7325-7211-3

Kurztext / Annotation

So'n Herz hält ganz schön viel aus. Das ist zäh. Nele hat von der Liebe die Nase gestrichen voll. Ihr neuer Job bei einer angesagten Hamburger PR-Agentur soll ab jetzt an erster Stelle stehen. Inhaber Claas betraut sie mit der Imagekampagne für den Politiker Rüdiger Hofmann-Klasing, dessen Umfragewerte tief im Keller sind - aus gutem Grund, wie sie bald herausfindet. Darüber hinaus beschließt ihr kleiner Bruder Lenny, der das Down-Syndrom hat, sich eine eigene Wohnung zu suchen. Ausgerechnet Nele soll ihn im Kampf mit den besorgten Eltern unterstützen, dabei ist sie doch insgeheim die größte Glucke von allen. Um das Chaos perfekt zu machen, stellt Nele fest, dass Claas mehr als nur ein netter Chef für sie ist und dass er ihr Herz ganz schön zum Stolpern bringt. Aber soll sie sich von der Liebe etwa schon wieder einen Strich durch die Rechnung machen lassen?

Petra Hülsmann wuchs in einer niedersächsischen Kleinstadt auf. Nach einem erfolgreich abgebrochenen Studium der Germanistik und Kulturwissenschaft arbeitete sie in Anwaltskanzleien und reiste sechs Monate mit dem Rucksack durch Südostasien, bevor sie mit ihren Romanen die Bestsellerliste eroberte. Petra Hülsmann lebt mit ihrem Mann in ihrer Lieblingsstadt Hamburg. www.petrahuelsmann.de


Textauszug

Kennen wir uns nicht?

Tage, die um sieben Uhr morgens mit einem Anruf meiner Mutter begannen, versprachen meist, keine guten Tage zu werden. Nichts gegen meine Mutter, ich hatte sie sehr lieb, aber ein Anruf um diese frühe Uhrzeit konnte nur zwei Gründe haben: schlechte Nachrichten oder ganz schlechte Nachrichten. Ich putzte mir gerade die Zähne, als mein Handy die Guten-Morgen-Playlist abrupt unterbrach und anfing zu klingeln und zu brummen. Vor Schreck hätte ich fast die Zahnbürste fallen lassen, und als ich sah, dass es meine Mutter war, fing mein Herz an zu rasen. Hastig spuckte ich die Zahnpasta aus und ging ran. "Mama? Ist was passiert?" In Gedanken sah ich mich schon zu meinem jüngeren Bruder Lenny ins Krankenhaus eilen, weil sein Herz nun doch wieder schlappgemacht hatte.

"Hallo, Nele", erwiderte meine Mutter so gut gelaunt, wie nur sie es morgens um sieben Uhr sein konnte. "Nein, alles in Ordnung. Hast du gut geschlafen?"

"Äh, ja, danke. Ist wirklich alles okay bei euch? Geht es Lenny gut?"

"Ja, natürlich. Uns allen geht es gut."

Meine Knie zitterten so sehr, dass ich mich auf den Rand der Badewanne sinken ließ. "Mann, Mama. Wie kannst du mich so erschrecken?"

"Was? Wieso habe ich dich denn erschreckt?"

"Na, weil Anrufe zwischen 22 und 8 Uhr normalerweise nichts Gutes bedeuten!"

"Ach, Nele-Schätzchen", rief meine Mutter bestürzt. "Das tut mir leid, ich habe gar nicht darüber nachgedacht. Ich wollte dich nur unbedingt noch erreichen, bevor du ins Büro gehst. Bei der Arbeit wollte ich dich lieber nicht stören. Du bist ja noch neu da, und die sollen doch nicht denken, dass du den ganzen Tag von deiner Mutter am Telefon terrorisiert wirst."

"Wenn du mich einmal anrufst?", fragte ich ungläubig. "Das wäre schon klargegangen, denke ich. Außerdem hättest du mir ja auch eine Nachricht schreiben können."

"Das dauert doch immer so lange."

Meine Mutter war tatsächlich eine grauenhafte Nachrichten-Schreiberin. Ein Text von ihr sah etwa so aus: Jallo Nwle ewie gegts lommst du motgen nit zu Oma wit fshrem un drei tsxhüs mama hab dick lien grüsse aucj von papa und lemmy . An ihrem Online-Status konnte ich dann sehen, dass sie weiterhin schrieb, also wartete ich, und wartete und wartete, nur um drei Minuten später folgende Nachricht zu erhalten: Lenny . Meine Mutter behauptete immer, ihre Finger seien zu dick fürs Display, sodass sie nie die richtigen 'Knöppe' träfe. Groß- und Kleinschreibung oder Korrekturen waren ihr zu nervig. Also durchaus verständlich, dass die Option 'Nachricht schreiben' für sie heute Morgen nicht infrage gekommen war. "Na gut. Aber worum geht es denn nun eigentlich?"

"Es gibt fantastische Neuigkeiten! Großartige, wunderbare Neuigkeiten. Papa und ich möchten es dir und Lenny gern zusammen sagen, deswegen laden wir euch morgen zum Frühstück ein. Ich weiß, dass das sehr kurzfristig ist, aber ich hoffe, du hast Zeit?"

"Ja, habe ich. Habt ihr im Lotto gewonnen?"

"Nein, besser."

"Habt ihr ..."

"Ich verrate nichts, Nele", fiel meine Mutter mir lachend ins Wort. "Bis morgen früh dauert es ja nicht mehr lang. Also dann um zehn im Entenwerder 1?"

"Alles klar." Ich war furchtbar neugierig, aber ich wusste, dass es zwecklos war. Wenn meine Mutter nichts verraten wollte, würde sie auch nichts verraten. "Wie geht's Lenny?", erkundigte ich mich.

"Bestens. Er hat auch Neuigkeiten für dich. Wird er dir bestimmt morgen erzählen."

"Weißt du eigentlich, wie fies es ist, mich erst anzutrailern und mir dann den Film nicht zu zeigen?"

"Ja, weiß ich", erwiderte meine Mutter vergnügt. "Jetzt erzähl doch mal: Wie ist es in der neuen Agentur?"

Apropos Agentur. Allmählich musste ich mich beeilen, um nicht zu spät zu kommen. Die Arbeitszeiten waren zwar flexibel, aber ich war erst seit zwei Wochen da und wollte auf keinen Fall für f


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