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Kinder der Freiheit

Kinder der Freiheit

von Ken Follett


Inhalt - language="ger">Vom Bau der Mauer bis zu ihrem Fall! Die große Familiensaga vom Autor der Bestseller DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT geht weiter. Der ... mehr zum Inhalt

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E-Book
Roman
1036 Seiten
ab 16 Jahre

2014 Bastei Lübbe AG
Übersetzt von: Dietmar Schmidt; Rainer Schumacher; Illustriert von: Tina Dreher
ISBN 978-3-8387-5713-1

Kurztext / Annotation

language="ger">Vom Bau der Mauer bis zu ihrem Fall! Die große Familiensaga vom Autor der Bestseller DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT geht weiter.

Der Krieg ist zu Ende, doch die Welt ist noch immer in Aufruhr. In Berlin wird eine Mauer errichtet, die Ost und West trennt und Millionen Familien zerstört. Nicht alle finden sich damit ab - trotz der Gefahr für Leib und Leben. Zur gleichen Zeit kämpfen die Schwarzen in Amerika für ihre Bürgerrechte, und die USA und die Sowjetunion stürzen sich in eine Auseinandersetzung, die die Welt an den Rand der Katastrophe führt. Wem kann man noch trauen in dieser Zeit, in der die Welt mehr als einmal am Abgrund steht?


Textauszug

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2

K APITEL

Zum Frühstück machte seine Mutter ihm Blaubeerpfannkuchen und Maisgrütze mit Speck als Beilage. "Wenn ich das alles esse, muss ich aufs Schwergewicht umsteigen", sagte George Jakes. Er wog hundertsiebzig Pfund und war im Weltergewicht der Star der Ringermannschaft von Harvard gewesen.

"Lang ordentlich zu und gib das Ringen auf", sagte Jacky. "Ich habe dich nicht großgezogen, damit aus dir eine geistig minderbemittelte Sportskanone wird." Sie setzte sich ihm gegenüber an den Küchentisch und schüttete Cornflakes in eine Schale.

Doch geistig minderbemittelt war George keineswegs, und niemand wusste das besser als Jacky. Er stand kurz vor seinem Abschluss an der juristischen Fakultät in Harvard. Seine Examina hatte er abgelegt; nun wartete er auf die Ergebnisse und war sich ziemlich sicher, bestanden zu haben. An diesem Tag besuchte er seine Mutter in ihrem bescheidenen Haus in Prince George's County, Maryland, außerhalb von Washington.

"Ich möchte in Form bleiben", sagte er. "Vielleicht betreue ich später mal eine Highschool-Ringermannschaft."

"Das wäre bestimmt was für dich."

George blickte sie liebevoll an. Jacky Jakes war eine schöne Frau gewesen. Er wusste es, weil er Fotos von ihr im Teenageralter gesehen hatte. Damals hatte sie eine Filmkarriere angestrebt. Jung sah sie noch immer aus. Ihre Haut besaß die Farbe dunkler Schokolade und war faltenlos und samtig. "Good black don't crack", sagten die schwarzen Frauen, gute Schwarze werden nicht runzlig. Nur ihr voller, breiter Mund, der auf den alten Fotos so strahlend lachte, hatte mit den Jahren einen bitteren Zug bekommen.

Eine Schauspielerin war nie aus Jacky geworden. Vielleicht lag es daran, dass sie nie eine Chance erhalten hatte. Die wenigen Rollen für Schwarze bekamen zumeist kaffeebraune Schönheiten, keine Frauen, deren Haut so dunkel war wie die Jackys. Ihre Karriere wäre ohnehin vorzeitig zu Ende gegangen, denn im Alter von sechzehn Jahren war sie mit George schwanger geworden. Während der ersten zehn Jahre seines Lebens hatte sie ihn allein aufgezogen, hatte als Kellnerin geschuftet und in einer winzigen Bruchbude hinter dem Bahnhof Union Station gewohnt. Diese leidvolle Erfahrung sorgte dafür, dass sie George immer wieder ermahnte, wie wichtig eine gute Ausbildung sei, und dass man dafür sorgen müsse, ein geachtetes Mitglied der Gemeinschaft zu sein.

"Ich habe dich lieb, Mom", sagte George nun, "aber ich mache trotzdem bei der Freiheitsfahrt mit."

Jacky presste missbilligend die Lippen zusammen. "Du bist fünfundzwanzig. Tu, was du willst."

"Das mache ich auch, aber ich habe bisher noch jede wichtige Entscheidung vorher mit dir besprochen."

"Was nützt es, wenn du doch nicht auf mich hörst?"

"Das tue ich nicht immer, ich weiß. Trotzdem bist du der klügste Mensch, dem ich je begegnet bin, einschließlich der Professoren in Harvard."

"Jetzt schmierst du mir wieder Honig um den Mund", sagte sie, doch George merkte, dass sie geschmeichelt war. "Aber erzähl mal, was wollt ihr mit eurer Busfahrt erreichen?"

"Der Oberste Gerichtshof hat entschieden, dass in Überlandbussen und an den Haltestellen die Rassentrennung verfassungswidrig ist, aber viele Südstaatler halten sich nicht daran. Also müssen wir was dagegen unternehmen."

"Und eure Freiheitsfahrt soll das ändern?"

"Ja. Wir steigen hier in Washington ein und fahren nach Süden. Wir setzen uns vorne in den Bus, wo wir nicht sitzen dürfen, benutzen die Wartesäle, di


Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet


Biografische Anmerkung zu den Verfassern

language="ger">Ken Follett, geboren 1949 in Wales, von Beruf Journalist, wurde mit seinem Thriller 'Die Nadel' weltberühmt. Brillante Erzählkunst verbindet sich in seinen Büchern mit fundierter Sachkenntnis. 2013 wurde er mit dem Edgar Award ausgezeichnet.

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