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Kinder der Freiheit

Kinder der Freiheit

von Ken Follett


Inhalt - VOM BAU DER MAUER BIS ZU IHREM FALL - Die große Familiensaga vom Autor der Bestseller DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT. Deutschland nach dem ... mehr zum Inhalt

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E-Book
Roman
1036 Seiten

2014 Bastei Lübbe
Übersetzt von: Dietmar Schmidt; Rainer Schumacher; Illustriert von: Tina Dreher
ISBN 978-3-8387-5713-1

Kurztext / Annotation

VOM BAU DER MAUER BIS ZU IHREM FALL - Die große Familiensaga vom Autor der Bestseller DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT.
Deutschland nach dem Mauerbau: Rebecca Hoffmanns Welt in Ostberlin scheint in Ordnung zu sein - bis sie durch Zufall erfährt, dass der eigene Mann sie seit Jahren im Auftrag der Stasi bespitzelt. Als sie ihn zur Rede stellt, begeht sie einen verhängnisvollen Fehler, den sie und ihre Familie ihr Leben lang bereuen sollen.
- In den USA erlebt George Jakes als Vertrauter von Justizminister Robert Kennedy hautnah den Kampf der Bürgerrechtsbewegung gegen Rassismus, Intoleranz und Ungerechtigkeit - und bekommt am eigenen Leib zu spüren, was es heißt, ein Farbiger zu sein.
- Cameron Dewar ist Republikaner, aber auch er kämpft unbeirrt für seine Überzeugungen. Als CIA-Agent muss er sich in einer Welt aus Täuschung, Lügen und Intrigen zurechtfinden.
- Ähnlich geht es Dimka Dworkin, dem jungen Berater von Nikita Chruschtschow, als sich Sowjetunion und USA in einen Konflikt stürzen, der die Welt an den Rand des Atomkriegs führt. Seine Schwester Tanja begibt sich als Journalistin an die Brennpunkte des Geschehens, von Moskau über Kuba bis nach Prag und Warschau - dorthin, wo Weltgeschichte geschrieben wird.
Der in sich abgeschlossene Roman erzählt die miteinander verbundenen Schicksale von Menschen aus Ost und West vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen vom Anfang der Sechziger- bis zum Ende der Achtzigerjahre.
- 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs
- 75 Jahre nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs
- 50 Jahre nach der Aufhebung der Rassentrennung in den USA
- 25 Jahre nach dem Fall der Mauer
bringt Ken Follett, seine Jahrhundert-Trilogie, die mit STURZ DER TITANEN und WINTER DER WELT begann, zu einem packenden und furiosen Finale.


Textauszug


2

K APITEL

Zum Frühstück machte seine Mutter ihm Blaubeerpfannkuchen und Maisgrütze mit Speck als Beilage. "Wenn ich das alles esse, muss ich aufs Schwergewicht umsteigen", sagte George Jakes. Er wog hundertsiebzig Pfund und war im Weltergewicht der Star der Ringermannschaft von Harvard gewesen.

"Lang ordentlich zu und gib das Ringen auf", sagte Jacky. "Ich habe dich nicht großgezogen, damit aus dir eine geistig minderbemittelte Sportskanone wird." Sie setzte sich ihm gegenüber an den Küchentisch und schüttete Cornflakes in eine Schale.

Doch geistig minderbemittelt war George keineswegs, und niemand wusste das besser als Jacky. Er stand kurz vor seinem Abschluss an der juristischen Fakultät in Harvard. Seine Examina hatte er abgelegt; nun wartete er auf die Ergebnisse und war sich ziemlich sicher, bestanden zu haben. An diesem Tag besuchte er seine Mutter in ihrem bescheidenen Haus in Prince George's County, Maryland, außerhalb von Washington.

"Ich möchte in Form bleiben", sagte er. "Vielleicht betreue ich später mal eine Highschool-Ringermannschaft."

"Das wäre bestimmt was für dich."

George blickte sie liebevoll an. Jacky Jakes war eine schöne Frau gewesen. Er wusste es, weil er Fotos von ihr im Teenageralter gesehen hatte. Damals hatte sie eine Filmkarriere angestrebt. Jung sah sie noch immer aus. Ihre Haut besaß die Farbe dunkler Schokolade und war faltenlos und samtig. "Good black don't crack", sagten die schwarzen Frauen, gute Schwarze werden nicht runzlig. Nur ihr voller, breiter Mund, der auf den alten Fotos so strahlend lachte, hatte mit den Jahren einen bitteren Zug bekommen.

Eine Schauspielerin war nie aus Jacky geworden. Vielleicht lag es daran, dass sie nie eine Chance erhalten hatte. Die wenigen Rollen für Schwarze bekamen zumeist kaffeebraune Schönheiten, keine Frauen, deren Haut so dunkel war wie die Jackys. Ihre Karriere wäre ohnehin vorzeitig zu Ende gegangen, denn im Alter von sechzehn Jahren war sie mit George schwanger geworden. Während der ersten zehn Jahre seines Lebens hatte sie ihn allein aufgezogen, hatte als Kellnerin geschuftet und in einer winzigen Bruchbude hinter dem Bahnhof Union Station gewohnt. Diese leidvolle Erfahrung sorgte dafür, dass sie George immer wieder ermahnte, wie wichtig eine gute Ausbildung sei, und dass man dafür sorgen müsse, ein geachtetes Mitglied der Gemeinschaft zu sein.

"Ich habe dich lieb, Mom", sagte George nun, "aber ich mache trotzdem bei der Freiheitsfahrt mit."

Jacky presste missbilligend die Lippen zusammen. "Du bist fünfundzwanzig. Tu, was du willst."

"Das mache ich auch, aber ich habe bisher noch jede wichtige Entscheidung vorher mit dir besprochen."

"Was nützt es, wenn du doch nicht auf mich hörst?"

"Das tue ich nicht immer, ich weiß. Trotzdem bist du der klügste Mensch, dem ich je begegnet bin, einschließlich der Professoren in Harvard."

"Jetzt schmierst du mir wieder Honig um den Mund", sagte sie, doch George merkte, dass sie geschmeichelt war. "Aber erzähl mal, was wollt ihr mit eurer Busfahrt erreichen?"

"Der Oberste Gerichtshof hat entschieden, dass in Überlandbussen und an den Haltestellen die Rassentrennung verfassungswidrig ist, aber viele Südstaatler halten sich nicht daran. Also müssen wir was dagegen unternehmen."

"Und eure Freiheitsfahrt soll das ändern?"

"Ja. Wir steigen hier in Washington ein und fahren nach Süden. Wir setzen uns vorne in den Bus, wo wir nicht sitzen dürfen, benutzen die Wartesäle, di


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