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Der Pakt - Bis dass der Tod uns scheidet

Der Pakt - Bis dass der Tod uns scheidet

von Michelle Richmond


Inhalt - Alice und Jake, ein frisch verheiratetes Ehepaar, jung, gutaussehend, erfolgreich. Zur Hochzeit erhalten sie eine Einladung, dem "Pakt" beizutreten, mit ... mehr zum Inhalt

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E-Book
Thriller
560 Seiten

2019 Diana
Übersetzt von: Astrid Finke
ISBN 978-3-641-20891-2

Kurztext / Annotation

Alice und Jake, ein frisch verheiratetes Ehepaar, jung, gutaussehend, erfolgreich. Zur Hochzeit erhalten sie eine Einladung, dem "Pakt" beizutreten, mit dem Ziel, ihre Ehe glücklich und lebendig zu gestalten. Die Grundregeln klingen vernünftig: Anrufe des Partners immer annehmen. Häufig zusammen verreisen. Geschenke machen. Warum also nicht dabei sein? Doch schon bald ist klar, sie können dem Pakt nicht mehr entkommen, schlimmer noch, die Strafen für Vergehen sind drakonisch. Ein Treueschwur, der zu einem der schlimmsten Albträume wird.

Michelle Richmonds Thriller "Der Pakt - Bis dass der Tod euch scheidet" wurde in dreißig Sprachen übersetzt und eroberte die "Sunday-Times-Bestsellerliste", die Filmrechte sicherte sich 20th Century Fox. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in San Francisco.


Textauszug


9

B ei dem Pakt handelt es sich um eine Gruppe Gleichgesinnter, die alle ein ähnliches Ziel erreichen möchten", begann Vivian. "Er wurde 1992 auf einer kleinen nordirischen Insel von Orla Scott ins Leben gerufen und hat sich seit diesem Tag hinsichtlich Mitgliederzahl und Engagement exponentiell vergrößert. Auch wenn unsere Regeln und Statuten sich verändert haben und wir weiter verstreut leben, so sind doch Auftrag und Geist des Pakts dem von Orla zu Anfang erdachten Konzept treu geblieben."

Sie rutschte auf dem Sessel ein Stück nach vorn, sodass unsere Knie nur Zentimeter voneinander entfernt waren.

"Dann ist das also ein Klub?", fragte Alice.

"Ja", sagte Vivian. "Und nein."

Auf dem ersten Foto, das vergrößert auf unserer Wand erschien, war eine große, schlanke Frau vor einem weißen Cottage zu sehen, dahinter das Meer. "Orla Scott war Staatsanwältin", erzählte Vivian. "Sie war extrem ehrgeizig, eine Karrieristin, in ihren eigenen Worten. Sie war verheiratet, keine Kinder. Sie wollte ihre gesamte Zeit ihrem Beruf widmen, wollte im Justizministerium aufsteigen, und nichts sollte sie davon abhalten. Als sie Ende dreißig war, starben innerhalb eines einzigen Jahres Orlas Eltern, ihr Mann verließ sie, und ihre Stelle wurde gestrichen."

Alice starrte das Bild an der Wand an. Ich stellte mir vor, dass sie Orlas Lage einigermaßen gut nachvollziehen konnte. Mit Verlust kannte sie sich aus.

"Orla hatte bis zu dem Zeitpunkt mehr als dreitausend Fälle verhandelt", fuhr Vivian fort. "Angeblich hat sie alle gewonnen. Sie war ein Zahnrädchen im Thatcher-Apparat gewesen, dann verlor Thatcher von heute auf morgen ihre Macht und Orla ihren Job.

Also zog sie sich nach Rathlin zurück, die Insel, auf der sie aufgewachsen war. Sie mietete sich ein Cottage und hatte vor, ein oder zwei Wochen zu bleiben, nachzudenken und ihren nächsten Schritt zu planen. In den folgenden Tagen allerdings fühlte sie sich immer stärker vom Tempo des Insellebens angezogen, dem ruhigen Dasein, das sie als Kind erlebt hatte. Sie erkannte, dass das, was sie für so wichtig erachtet hatte, eigentlich keinen Wert besaß. Sie war auf die Insel gefahren, um den Stress und die Ängste wegen ihres Jobverlusts zu verarbeiten, nur um festzustellen, dass sie ihn gar nicht als so niederschmetternd empfand. Was sie wirklich erschütterte, war das Ende ihrer Ehe.

Ihren Mann hatte sie während des Studiums leidenschaftlich geliebt. Die beiden hatten jung geheiratet und sich dann langsam auseinandergelebt. Als er um die Scheidung bat, war sie geradezu erleichtert, ein komplexes Problem weniger, um das sie sich Gedanken machen musste. Wenn sie einmal brutal ehrlich zu sich war, musste sie zugeben, dass sie die Ehe als lästig empfunden hatte, weil es ihr jedes Mal ein schlechtes Gewissen bereitete, wenn sie wieder lange arbeiten musste.

Sie war aus Idealismus und dem Wunsch, Opfern von Verbrechen zu helfen, in die Strafverfolgung eingestiegen. In den Monaten nach ihrer Scheidung allerdings dachte sie gründlich über ihre berufliche Laufbahn nach. Sie lebte vom Adrenalin, hetzte von einem Termin zum anderen, hatte nie Zeit, die Dinge aus einer weiteren Perspektive zu betrachten. Nach und nach war sie Teil einer sich verändernden politischen Landschaft geworden, vor der sie keinen aufrichtigen Respekt hatte. Die Trägheit des alltäglichen Geschehens riss sie einfach mit.

Als sie das alles begriff, begann sie, den Verlauf ihrer Ehe zu analysieren. Sie machte einen Versuch, die Beziehung wieder anzufachen, aber ihr Mann hatte bereits damit abgeschlossen."

Vivian redete jetzt schneller, offensichtlich noch immer begeistert von einer Geschichte, die sie wahrscheinlich schon Dutzende Male erzählt hatte.

"Ein Jahr später begegnete Orla auf ihrem täglichen Inselspaziergang Richard, einem amerikanischen Touristen, der auf der Suche nach den fernen Wurzeln seiner Familie allein die nordir


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