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Das Risikobarometer

Das Risikobarometer

von Klaus Heilmann


Inhalt - No risk, no fun? Terroranschläge, Flugzeugabstürze, Naturkatastrophen. Das Leben ist gefährlich, so vermitteln es uns tagtäglich die Schlagzeilen der ... mehr zum Inhalt

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E-Book
Wie gefährlich ist unser Leben wirklich?
240 Seiten

2010 Heyne
ISBN 978-3-641-04871-6

Kurztext / Annotation

No risk, no fun?
Terroranschläge, Flugzeugabstürze, Naturkatastrophen. Das Leben ist gefährlich, so vermitteln es uns tagtäglich die Schlagzeilen der Zeitungen. Doch wie groß ist die Gefahr tatsächlich, einem Terroranschlag zum Opfer zu fallen? Wie groß ist das Risiko, Opfer eines Flugzeugabsturzes zu werden? Die wirklichen Gefahren lauern ganz woanders: Sie heißen zum Beispiel Rauchen, Trinken und Autofahren. Doch diese sind den Medien kaum eine Nachricht wert. Erstmals zeigt "Das Risikobarometer", wo die wahren Risiken im Leben liegen. Und ob es lohnt, sich davor zu fürchten.
Jeden Tag stürzt ein voll besetzter Jumbojet ab, Hunderte sterben. Kann es sein, dass niemand darüber berichtet? Und doch ist es so: Täglich sterben allein in Deutschland 350 Menschen an den Folgen ihrer Nikotinsucht. Wäre es eine Flugzeugkatastrophe gewesen, würden sich die Medien geradezu überschlagen. Aber es sind ja nur Raucher... Wir neigen dazu, große Gefahren für unsere Gesundheit und unser Leben zu ignorieren, aber zittern vor all jenen Risiken, die den Medien berichtenswert erscheinen. Was sind überhaupt die relevanten Risiken unserer Zeit? Welche können wir selbst beeinflussen, auf welche haben wir nur teilweise oder gar keinen Einfluss? Der Risikoforscher Klaus Heilmann setzt diese Fragen gekonnt zueinander in Beziehung und zeigt, wovor wir uns in Acht nehmen müssen - und welche Dinge uns kaltlassen können.

Professor Dr. Klaus Heilmann, war Professor der Medizin an der TU München, sowie Gastprofessor an zahlreichen Universitäten in den USA. Daneben arbeitete er als Fernsehmoderator, Publizist und Autor, schrieb Sachbücher, Hörbucher, Romane und sehr erfolgreich Kinderbücher. Er gilt als ausgewiesener Experte für Risikoforschung und Kommunikationsfragen und hat zahlreiche Unternehmen, Verbände und Organisationen beraten, u.a. die deutsche Industrie nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl.


Textauszug

Wie Wissenschaft und Technik unser Leben prägen Der nutzbringende Einsatz von Technik und Chemie war und ist seit jeher mit Risiken verbunden, mit geringeren, was die herkömmlichen, und mit möglicherweise größeren, was die neuen Technologien betrifft. Technik ist ohne Folgen nicht zu nutzen. Der von dem Soziologen Ulrich Beck populär gemachte Begriff Risikogesellschaft suggeriert hingegen, dass wir in einer Gesellschaft leben, die vorwiegend von Risiken geprägt ist. Dies ist nicht der Fall. Vielmehr zeigt die Technikgeschichte bis heute, dass uns das Wagen mehr Vorteile als Nachteile gebracht hat. Wer dies bezweifelt, hat eine verzerrte Vorstellung von der hochriskanten Wirklichkeit des täglichen Lebens vor-industrieller Zeiten. Wie gut war sie eigentlich, die "gute alte Zeit"? Sie war kurz, dreckig und grausam, um das Leben im europäischen Mittelalter zu beschreiben. Das Leben in den Städten spielte sich in einem Brei von menschlichen und tierischen Exkrementen und Küchenabfällen ab, in dem tote oder verendende Tiere verwesten. In diesem unbeschreiblichen Schmutz keimten Krankheiten und Seuchen, die eine permanente tödliche Gefahr bedeuteten und nicht weniger Opfer unter den Bürgern forderten als blutige Kriege, in denen mehr Menschen an Krankheiten starben als an den Kampfhandlungen selbst. Die gesundheitlichen Verhältnisse waren aus heutiger Sicht katastrophal: Hunger und Kälte schwächten die Menschen, schwere körperliche Arbeit ruinierte die Gesundheit. Ein vereiterter Zahn war eine unerträgliche Qual, eine Blinddarmentzündung meist tödlich. Angehörige und Ärzte mussten hilflos zusehen, wie Mütter am Kindbettfieber starben, Kinder von der Rachitis verstümmelt oder von der Kinderlähmung zu Krüppeln gemacht wurden, Männer und Frauen am rheumatischen Fieber oder an der Tuberkulose zugrunde gingen. Die großen Pest-Epidemien wüteten in Europa sporadisch vom 14. bis ins 17. Jahrhundert, in Indien und China noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Erst seit dem Zweiten Weltkrieg ist in unseren Gegenden die Pest völlig ausgerottet. Der Kampf gegen Infektionen und Seuchen, die Killerkrankheiten von damals, und damit gegen den frühzeitigen Tod zog sich über Jahrhunderte hin. Erste Erfolge stellten sich ein, als die Menschen in den Industrieländern die Grundregeln von Hygiene und Gesundheitspflege verstanden und akzeptiert hatten. Später haben vor allem chemische Technologien zu weiteren Erfolgen beigetragen: Chemikalien sorgten für Hygiene und Desinfektion, für ein rasches und reicheres Wachstum der Saat und größere Ernteerträge. Chemische Verfahren halfen, Nahrungsmittel haltbarer zu machen. Und schließlich haben sie Arzneimittel hervorgebracht, die den einstmals tödlichen Seuchen die Gefahr nahmen oder sie bei uns heute praktisch ganz zum Verschwinden brachten. Eine der am meistverbreiteten Infektionskrankheiten, die Lungentuberkulose oder Schwindsucht, die bis in die Neuzeit ihre Opfer in allen Gesellschaftsschichten forderte und noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA die häufigste Todesursache überhaupt war, hatte bis vor Kurzem in den Industrieländern dank der Verfügbarkeit von Antibiotika keine große Bedeutung mehr - nimmt aber jetzt wegen sich entwickelnder Antibiotikaresistenzen wieder zu. Nicht nur in der Medizin, auch in anderen Bereichen unseres Lebens müssen wir erkennen, dass Fortschritt nicht ein für alle Mal erreicht wird, sondern immer wieder aufs Neue erkämpft werden muss. Angesichts des erzielten großen Fortschritts ist es mehr als erstaunlich, dass viele Menschen in den hochzivilisierten Ländern glauben, sie seien heute Gesundheitsrisiken von nie da gewesenem Ausmaß ausgesetzt, und einer vermeintlich unbeschwerten Zeit nachtrauern. Ob aber viele sich ernsthaft in eine Zeit ohne moderne Gesundheitsversorgung zurücksehnen, ohne Antibiotika, ohne Insulin, ohne Hormone, blutdrucksenkende oder schmerzstillend


Langtext

No risk, no fun?
Terroranschläge, Flugzeugabstürze, Naturkatastrophen. Das Leben ist gefährlich, so vermitteln es uns tagtäglich die Schlagzeilen der Zeitungen. Doch wie groß ist die Gefahr tatsächlich, einem Terroranschlag zum Opfer zu fallen? Wie groß ist das Risiko, Opfer eines Flugzeugabsturzes zu werden? Die wirklichen Gefahren lauern ganz woanders: Sie heißen zum Beispiel Rauchen, Trinken und Autofahren. Doch diese sind den Medien kaum eine Nachricht wert. Erstmals zeigt "Das Risikobarometer", wo die wahren Risiken im Leben liegen. Und ob es lohnt, sich davor zu fürchten.
Jeden Tag stürzt ein voll besetzter Jumbojet ab, Hunderte sterben. Kann es sein, dass niemand darüber berichtet? Und doch ist es so: Täglich sterben allein in Deutschland 350 Menschen an den Folgen ihrer Nikotinsucht. Wäre es eine Flugzeugkatastrophe gewesen, würden sich die Medien geradezu überschlagen. Aber es sind ja nur Raucher... Wir neigen dazu, große Gefahren für unsere Gesundheit und unser Leben zu ignorieren, aber zittern vor all jenen Risiken, die den Medien berichtenswert erscheinen. Was sind überhaupt die relevanten Risiken unserer Zeit? Welche können wir selbst beeinflussen, auf welche haben wir nur teilweise oder gar keinen Einfluss? Der Risikoforscher Klaus Heilmann setzt diese Fragen gekonnt zueinander in Beziehung und zeigt, wovor wir uns in Acht nehmen müssen und welche Dinge uns kaltlassen können.


Beschreibung für Leser

Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet


Biografische Anmerkung zu den Verfassern

Klaus Heilmann war Arzt, Universitätsprofessor, Kommunikationsexperte, Publizist. Er hat wissenschaftliche Bücher, Hörspiele, Romane, Drehbücher und Theaterstücke geschrieben. Heute schreibt (und liest) er vorwiegend (und am liebsten) für Kinder. Wer vor so vielen Kindern gelesen und mit so vielen Kindern gesprochen hat, der weiß, was Kinder bewegt. Klaus Heilmann ist Vater eines Sohnes und lebt und arbeitet in München und der Toskana.

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